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Ratgeber · Alleinarbeit im Außendienst

Alleinarbeit im Außendienst: allein in Gebäuden, die niemand im Betrieb kennt

Der Kältetechniker auf dem Dach des Supermarkts, die Aufzugsmonteurin im Schacht eines Wohnhauses, der IT-Techniker nachts im Serverraum eines Kunden: Außendienst heißt Alleinarbeit in fremden Objekten, an Orten, die der eigene Betrieb nie gesehen hat, mit Wegen und Risiken, die kein Hallenplan zeigt. Genau das macht die Absicherung schwieriger als im eigenen Haus: Die Gefährdungsbeurteilung muss Einsatztypen statt Räume bewerten, und die Meldekette muss funktionieren, egal an welcher Adresse. Diese Seite erklärt, was für Servicebetriebe, Wartungsfirmen und Monteure gilt – und wo die Grenze zu den Arbeiten liegt, die auch draußen niemand allein machen darf.

Das Wichtigste in Kürze

  • Beschäftigte des Kunden sind keine Absicherung – der Techniker im fremden Gebäude ist Alleinarbeitender.
  • Beurteilt wird nach Einsatztypen statt Adressen, je Typ eine Stufe: Wartung, Dach, Schacht, Elektro, Randzeiten.
  • Dach-, Schacht- und Spannungsarbeiten verlangen eine zweite Person – auch wenn die Anfahrt zu zweit teurer ist.
fremdes Objekt

Der Unterschied zu jeder anderen Alleinarbeit: Beim Einsatz vor Ort weiß ohne System niemand im eigenen Betrieb, wo genau die Person ist, wie man ins Gebäude kommt – und wen man dort erreicht. Was Alleinarbeit grundsätzlich verlangt

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Was gilt

Wer allein beim Kunden arbeitet, ist außerhalb von Ruf- und Sichtweite zu Kolleginnen und Kollegen – Alleinarbeit nach DGUV Regel 100-001, Abschnitt 2.7.2; Beschäftigte des Kunden ändern daran nichts, solange sie nicht Teil einer abgestimmten Absicherung sind. Die Beurteilung ist Pflicht (§ 5 ArbSchG); bei Einsätzen in fremden Betrieben kommt die Abstimmungspflicht der Arbeitgeber untereinander dazu (§ 8 ArbSchG, § 6 DGUV Vorschrift 1).

ArbSchG §§ 5, 8 ↗ · DGUV Vorschrift 1 § 6 ↗

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Was oft falsch läuft

„Der ist doch beim Kunden, da sind Leute" – um 18:30 Uhr auf dem Dach nicht mehr. „Die Disposition weiß, wo er ist" – sie weiß, wo er sein sollte, und sie geht um 17 Uhr nach Hause. „Er meldet sich nach jedem Auftrag" – und der Auftrag, nach dem er sich nicht meldet, fällt erst am nächsten Morgen auf, wenn der Kunde anruft, warum das Werkzeug noch im Technikraum liegt.

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Was Sie belegen müssen

Die Beurteilung nach Einsatztypen (nicht nach Adressen), die Liste der Arbeiten, die auch draußen eine zweite Person verlangen, die Meldeeinrichtung mit Intervall und Kette. Dazu je Einsatz das Protokoll: Beginn, Bestätigungen, Ende, mit Zeitstempeln. Nach einem Unfall beim Kunden fragen zwei Seiten danach: Ihre BG und die des Kunden.

ArbSchG §§ 3, 6 ↗

Sie suchen ein Meldesystem für Einsätze an wechselnden Adressen? → So läuft das mit Solavo

Warum der Außendienst die schwierigste Alleinarbeit ist

Im eigenen Gebäude kennt die Beurteilung jeden Raum, und die Rettungskette kennt jeden Zugang. Im Außendienst dreht sich das um: Die Orte wechseln täglich, und die drei Fragen, die im eigenen Haus trivial sind, werden zum Kern der Absicherung: Wo genau ist die Person? Wie kommt Hilfe ins Gebäude? Und wer bemerkt, dass etwas fehlt?

Dazu kommt die Struktur der Einsätze selbst. Die gefährlichen Momente des Außendiensts sind selten die Arbeit am Gerät. Es sind die Wege dorthin: das Dach über die Steigleiter, der Aufzugsschacht, der Kriechkeller, die Technikzentrale hinter drei verschlossenen Türen. Orte, an denen Beschäftigte des Kunden nie vorbeikommen, in Gebäuden, die abends abgeschlossen werden, während der Techniker noch drin ist. Und schließlich die Randzeiten. Wartung passiert, wenn der Betrieb des Kunden ruht: abends, nachts, am Wochenende, genau dann, wenn auf beiden Seiten niemand mehr erreichbar ist.

Einsatztypen statt Adressen: wie die Beurteilung funktioniert

Kein Servicebetrieb kann hundert Kundenobjekte einzeln beurteilen. Der gangbare Weg ist die Beurteilung nach Einsatztypen: Standard-Wartung im zugänglichen Technikraum, Arbeiten auf Dächern und an Fassaden, Arbeiten in Schächten und engen Räumen, elektrische Arbeiten, Einsätze außerhalb der Geschäftszeiten des Kunden. Für jeden Typ eine Stufe, eine Maßnahme, eine Regel – und der Auftrag trägt den Typ.

Dabei zieht sich dieselbe Grenze wie überall, nur dass sie draußen öfter überschritten wird als drinnen: Dach- und Fassadenarbeiten mit Absturzgefahr, Schächte und Behälter (DGUV Regel 113-004), Arbeiten unter Spannung (DGUV Vorschrift 3) – das sind gefährliche Arbeiten, für die eine zweite Person oder ein Sicherungsposten gehört, auch wenn die Anfahrt zu zweit teurer ist. Ein Meldesystem verschiebt diese Grenze nicht; es sorgt darunter dafür, dass ein Ausbleiben bemerkt wird: bei den vielen Einsätzen der Stufe „gering", bei denen die Person handlungsfähig bliebe, aber ohne System stundenlang unbemerkt wäre.

Und weil der Einsatz beim Kunden stattfindet, gilt die Abstimmungspflicht des § 8 ArbSchG in beide Richtungen: Der Kunde muss über Gefahren seines Hauses informieren (der Serverraum mit Gaslöschanlage, das Dach ohne Sekuranten), der Servicebetrieb über seine Alleinarbeitsregeln – im Zweifel gehört beides in die Auftrags- oder Rahmenvereinbarung (→ die Pflichtenteilung im Detail).

Sehen Sie in 30 Minuten, wie ein Meldesystem über wechselnde Einsatzorte läuft: Schicht je Einsatz, Kette, Protokoll, an Ihrem eigenen Ablauf.

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Was ein Meldesystem für den Außendienst können muss

  1. Schichtstart je Einsatz, nicht je Tag: Das System weiß, dass jetzt ein Einsatz läuft und wie lange er geplant ist.
  2. Intervalle, die Einsatz und Anfahrt tragen: festgelegt je Einsatztyp, nicht der Laune überlassen; bei Randzeiten-Einsätzen enger.
  3. Erkennung auf der Gegenseite: Der Server bemerkt das Ausbleiben, nicht die Disposition, die Feierabend hat.
  4. Eine Kette, die abends trägt: Rufbereitschaft des eigenen Betriebs zuerst; als letzte Stufe jemand, der die Einsatzadresse aus dem Auftrag kennt und den Rettungsdienst mit Adresse und Zugangshinweisen schicken kann.
  5. SOS mit Standort: Wenn die Person selbst auslöst, zählt bei wechselnden Adressen jede Ortsangabe – und nur dann gehört sie übermittelt.
  6. Ein Protokoll je Einsatz, exportierbar für die eigene BG, für den Kunden, der nach § 8 fragt, und für den Auftragsnachweis gleich mit.

Solavo ist für Einsätze der Stufe „gering" genau entlang dieser sechs Punkte gebaut: Schicht je Einsatz, Kette je Bedarf, Koordinaten nur bei SOS. → App und Dashboard ansehen

So läuft das mit Solavo

Der Techniker startet den Einsatz beim Eintreffen am Objekt in der App und bestätigt im Intervall, das der Betrieb vorgibt: als Vorgabe je Person oder im Dienstplan je Einsatz, beim Start anpassbar. Bleibt die Bestätigung aus, erkennt das der Server: Erinnerung, Kulanzzeit, dann SMS an die Eskalationskette (Rufbereitschaft, Disposition, Geschäftsführung), Stufe für Stufe, bis jemand übernimmt oder die Kette durchlaufen ist. Der SOS-Knopf alarmiert sofort; nur dann werden zusätzlich Koordinaten übermittelt – nie im Hintergrund, auch nicht auf der Anfahrt. Über den Link in der Alarm-SMS sehen die Kontakte bei jedem Alarm den hinterlegten Standort aus den Stammdaten. Schichten, Check-ins und Alarme werden automatisch mit Zeitstempel protokolliert und lassen sich als PDF oder Tabelle exportieren.

Was Solavo nicht ist: eine Personen-Notsignal-Anlage und kein Ersatz für die zweite Person bei Dach-, Schacht- und Spannungsarbeiten. Diese Grenze steht in Ihrer Beurteilung, nicht in unserer App. Was Solavo nicht abnimmt: die Beurteilung nach Einsatztypen und die Abstimmung mit dem Kunden nach § 8 ArbSchG. Und Solavo ist kein Notruf; alarmiert werden ausschließlich die Kontakte, die Ihr Betrieb hinterlegt hat.

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Häufige Fragen

Jede Adresse anders. Ein System.

In 30 Minuten gehen wir Einsatzstart, Intervall je Einsatztyp, SOS mit Standort und die Kette zur Rufbereitschaft an Ihrem eigenen Ablauf durch, unverbindlich.